Auch das Bundesland Sachsen bzw. dortige Einrichtungen suchen zunehmend nach Pflegepersonal und richten dabei den Blick auch ins Ausland. Gesundheitsministerin Petra Köpping drängt nun auf mehr Tempo bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Anerkennungsverfahren sollen einfacher, schneller und effektiver ausgestaltet werden: das beginnt mit der Antragsbearbeitung, gilt auch für die Umsetzung etwaiger Anpassungsmaßnahmen und endet mit der Ausstellung der Berufsurkunde für dann entsprechend befähigte Fachkräfte.
„Damit die Menschen überall in Sachsen auch in Zukunft bestmöglich pflegerisch versorgt werden können, brauchen wir stabile Ausbildungszahlen in den Pflegeausbildungen und dürfen auch nicht die bereits in der Pflege tätigen Personen aus dem Blick verlieren“, betonte die Ministerin. Man könne es sich nicht leisten, auf Pflegefachpersonal aus dem Ausland zu verzichten, müsse aber verstärkt auf deren Kompetenzen und Motivation setzen.
Im Jahr 2023 wurden von 495 Anerkennungsverfahren letztlich 420 abgeschlossen und 30 aufgrund einer direkter Anerkennung des ausländischen Abschlusses genehmigt. Betroffene können damit sofort in dem Beruf arbeiten. Bei Pflegeberufen ist in Sachsen der Kommunale Sozialverband zuständig.
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